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Verantwortungsvolles Spielen: Sicherheit, Prävention und Selbsthilfe

Glücksspiel soll Unterhaltung bleiben. Erfahren Sie, wie Sie die Kontrolle behalten, Warnsignale erkennen und wo Sie professionelle Hilfe finden.

Glücksspiel ist eine Form der Unterhaltung, die seit Jahrhunderten existiert. Für die überwiegende Mehrheit der Menschen ist es ein harmloses Freizeitvergnügen – ein Spiel mit dem Zufall, das Spannung und Freude bereitet. Doch wir verschließen die Augen nicht vor der Realität: Für einen kleinen Teil der Bevölkerung kann aus dem Spiel Ernst werden. Wenn der Spaß aufhört und der Zwang beginnt, ist schnelles und kompetentes Handeln gefragt.

Unsere Verpflichtung geht weit über das Bereitstellen einer Plattform hinaus. Wir sehen es als unsere ethische und gesetzliche Pflicht an, Sie umfassend aufzuklären, Ihnen Werkzeuge zur Selbstkontrolle an die Hand zu geben und Schutzmechanismen zu implementieren, die greifen, wenn das eigene Maß verloren geht.

Dieser Leitfaden dient Ihrer Sicherheit. Er soll aufklären, warnen, aber vor allem Wege aufzeigen, wie das Spiel ein Spiel bleibt – und wo Sie Hilfe finden, wenn dies nicht mehr der Fall ist.

Die Balance wahren: Grundsätze der Prävention

Prävention beginnt im Kopf, lange bevor der erste Einsatz getätigt wird. Verantwortungsvolles Spielen bedeutet, Entscheidungen auf der Basis von Fakten und nicht von Emotionen zu treffen. Um die Kontrolle zu behalten, sollten Sie folgende Grundsätze verinnerlichen:

  • Glücksspiel ist kein Einkommen: Betrachten Sie das Spielen niemals als Weg, um Geld zu verdienen oder finanzielle Probleme zu lösen. Der Zufall lässt sich nicht zwingen. Gewinne sind möglich, aber Verluste sind statistisch wahrscheinlicher. Sehen Sie Einsätze als "Kosten für Unterhaltung" an – ähnlich wie eine Kinokarte.
  • Setzen Sie sich feste Budgets: Bestimmen Sie einen Betrag, den Sie verlieren können, ohne dass es Ihren Alltag beeinträchtigt. Ist dieses Geld weg, ist das Spiel beendet. Nutzen Sie niemals Geld, das für Miete, Lebensmittel oder Rechnungen bestimmt ist.
  • Zeitmanagement ist entscheidend: Zeit vergeht beim Spielen oft schneller als gedacht. Setzen Sie sich ein Zeitlimit. Stellen Sie sich einen Wecker oder nutzen Sie die Timer-Funktionen auf Ihrem Gerät, um Realitätsverluste zu vermeiden.
  • Kein Spiel in emotionalen Ausnahmesituationen: Spielen Sie nicht, wenn Sie wütend, depressiv, gestresst oder einsam sind. Glücksspiel ist kein Medikament gegen seelischen Schmerz und verschlimmert emotionale Krisen meist nur.
  • Klarer Kopf: Drogen, Alkohol oder bestimmte Medikamente beeinträchtigen das Urteilsvermögen massiv. Unter Einfluss von Substanzen sinkt die Risikowahrnehmung, während die Bereitschaft für hohe Einsätze steigt. Spielen Sie nur nüchtern.
  • Verluste nicht jagen: Der Versuch, verlorenes Geld durch höhere Einsätze schnell wiederzugewinnen ("Chasing Losses"), ist einer der häufigsten Wege in die Abhängigkeit. Akzeptieren Sie Verluste als Teil des Spiels.

Warnsignale erkennen: Wann wird es kritisch?

Der Übergang vom Freizeitspieler zum problematischen Spieler verläuft oft schleichend. Es ist selten ein einzelnes Ereignis, sondern eine Veränderung im Verhalten und Denken. Seien Sie ehrlich zu sich selbst. Treffen mehrere der folgenden Aussagen auf Sie oder eine Ihnen nahestehende Person zu?

10 Warnsignale für problematisches Spielverhalten

  1. Gedankliche Vereinnahmung: Drehen sich Ihre Gedanken im Alltag oft um das nächste Spiel, vergangene Gewinne oder die Beschaffung von Spielkapital?
  2. Dosissteigerung: Müssen Sie immer höhere Beträge setzen, um die gleiche Spannung oder den gleichen "Kick" zu verspüren wie früher?
  3. Entzugserscheinungen: Reagieren Sie gereizt, unruhig oder nervös, wenn Sie versuchen, das Spielen einzuschränken oder aufzugeben?
  4. Realitätsflucht: Nutzen Sie das Glücksspiel, um Problemen aus dem Weg zu gehen oder Gefühlen von Hilflosigkeit, Schuld oder Angst zu entkommen?
  5. Verheimlichung: Lügen Sie Familienmitglieder, Therapeuten oder Freunde an, um das Ausmaß Ihres Spielverhaltens zu vertuschen?
  6. Gescheiterte Versuche: Haben Sie bereits mehrfach erfolglos versucht, das Spielen zu kontrollieren, einzuschränken oder ganz aufzugeben?
  7. Illegale Beschaffung: Haben Sie jemals darüber nachgedacht, eine illegale Handlung zu begehen (z.B. Diebstahl, Betrug), um an Geld für das Spielen zu kommen?
  8. Sozialer Rückzug: Vernachlässigen Sie wichtige Beziehungen, Ihre Arbeit oder Hobbys zugunsten des Glücksspiels?
  9. Finanzielle Schieflage: Bitten Sie andere um Geld ("Bailout"), um durch das Spielen verursachte finanzielle Engpässe zu überbrücken?
  10. Schuldgefühle: Fühlen Sie sich nach dem Spielen oft schuldig, spielen aber trotzdem weiter?

Wenn Sie sich in diesen Punkten wiedererkennen, ist es Zeit, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Es ist kein Zeichen von Schwäche, sich Unterstützung zu holen, sondern ein Schritt zurück zur Selbstbestimmung.

Technische Hilfsmittel zur Selbstkontrolle

Gemäß den Vorgaben des deutschen Glücksspielstaatsvertrags (GlüStV 2021) und unserem eigenen Anspruch an den Spielerschutz, stehen Ihnen diverse technische Werkzeuge zur Verfügung, um Ihr Spielverhalten aktiv zu steuern. Wir empfehlen dringend, diese Tools präventiv einzurichten, nicht erst, wenn Probleme auftreten.

Einzahlungslimits

Sie können festlegen, wie viel Geld Sie maximal pro Tag, Woche oder Monat einzahlen können. In Deutschland gilt generell ein anbieterübergreifendes Einzahlungslimit von maximal 1.000 Euro pro Monat, das nur in begründeten Ausnahmefällen und unter strenger Prüfung erhöht werden kann.

Einsatz- und Verlustlimits

Neben Einzahlungen können Sie auch begrenzen, wie viel Sie setzen oder verlieren dürfen. Sobald dieses Limit erreicht ist, können Sie nicht weiterspielen. Dies schützt effektiv davor, Gewinne sofort wieder zu verspielen.

Sitzungszeitlimits (Time-Out)

Legen Sie fest, wie viele Stunden Sie maximal pro Tag auf der Plattform verbringen möchten. Nach Ablauf der Zeit werden Sie automatisch ausgeloggt.

Reality Check

In regelmäßigen Abständen wird das Spiel unterbrochen, um Ihnen eine Zusammenfassung Ihrer aktuellen Sitzung anzuzeigen: Wie lange spielen Sie schon? Wie viel haben Sie gewonnen oder verloren? Diese Unterbrechung hilft, aus dem "Tunnelblick" auszubrechen und eine bewusste Entscheidung zum Weiterspielen oder Aufhören zu treffen.

Panik-Button (24h Sperre)

Jederzeit sichtbar auf der Oberfläche finden Sie einen Button, der Ihr Konto sofort für 24 Stunden sperrt. Dies ist eine "Notbremse" für Momente, in denen Sie merken, dass Sie die Kontrolle verlieren.

Das OASIS-Sperrsystem

Ein zentraler Pfeiler des deutschen Spielerschutzes ist das zentrale Sperrsystem OASIS (Onlineabfrage Spielerstatus). Dieses System wird vom Regierungspräsidium Darmstadt verwaltet und gilt für alle lizenzierten Glücksspielanbieter in Deutschland – sowohl online als auch terrestrisch (z.B. Spielhallen, Sportwettbüros).

Wie funktioniert OASIS?

Wenn ein Spieler in OASIS gesperrt ist, darf kein legaler Anbieter in Deutschland diesen Spieler am Spiel teilnehmen lassen. Vor jedem Spielbeginn findet ein Abgleich mit dieser Datenbank statt.

Arten der Sperre

  • Selbstsperre: Sie können sich selbst sperren lassen. Die Mindestdauer beträgt 3 Monate (bei unbefristetem Antrag 1 Jahr).
  • Fremdsperre: Auch Dritte (z.B. Familienangehörige) oder der Glücksspielanbieter selbst können eine Sperre beantragen, wenn deutliche Hinweise auf eine Spielsucht oder Überschuldung vorliegen. Hierbei wird dem Betroffenen vorab Gehör gewährt.

Aufhebung der Sperre

Eine Sperre in OASIS endet nicht automatisch. Nach Ablauf der Mindestdauer muss ein schriftlicher Antrag auf Entsperrung beim Regierungspräsidium Darmstadt gestellt werden.

Weitere Informationen und Formulare finden Sie direkt unter: www.oasis-spiel.de

Informationen für Angehörige und Freunde

Spielsucht ist eine Krankheit, die nicht nur den Spieler betrifft, sondern das gesamte soziale Umfeld belastet. Partner, Eltern und Kinder leiden oft massiv unter den finanziellen und emotionalen Folgen.

Wie erkennen Sie ein Problem?

Achten Sie auf Stimmungsschwankungen, unerklärliche Geldnot, Geheimniskrämerei oder das Verschwinden von Wertsachen. Oft ziehen sich Betroffene zurück oder reagieren aggressiv auf Nachfragen zum Thema Geld oder Freizeitgestaltung.

Was können Sie tun?

  1. Sprechen Sie es an: Suchen Sie das Gespräch in einer ruhigen Minute, nicht während eines Streits. Schildern Sie Ihre Beobachtungen und Ihre Sorgen, ohne Vorwürfe zu machen (Ich-Botschaften).
  2. Keine Co-Abhängigkeit: Helfen Sie dem Betroffenen nicht finanziell aus. Das Übernehmen von Schulden verlängert die Sucht meist nur, da der Leidensdruck genommen wird. Schützen Sie Ihre eigenen Finanzen (getrennte Konten).
  3. Holen Sie sich Hilfe: Es gibt spezielle Beratungsangebote für Angehörige. Sie müssen diese Situation nicht alleine bewältigen. Die BZgA und lokale Suchtberatungsstellen bieten Gespräche speziell für Partner und Familien an.

Der rechtliche Rahmen in Deutschland

Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) regelt das Glücksspiel in Deutschland neu und stellt den Spielerschutz in den Mittelpunkt. Als lizenzierter Anbieter halten wir uns streng an diese Vorgaben.

Dazu gehören unter anderem:

  • Verbot für Minderjährige: Die Teilnahme am Glücksspiel ist erst ab 18 Jahren gestattet. Wir führen strenge Identitätsprüfungen durch, um sicherzustellen, dass keine Minderjährigen Zugang zu unserem Angebot haben.
  • Anbieterübergreifendes Einzahlungslimit: Der Schutz vor übermäßigen Ausgaben wird zentral überwacht.
  • Verbot parallelen Spiels: Es ist technisch unterbunden, bei mehreren Anbietern gleichzeitig eingeloggt zu sein und zu spielen.
  • Verzögerung bei Sportwetten: Live-Wetten unterliegen Beschränkungen, um impulsive Entscheidungen zu minimieren.

Diese Regeln sind keine Schikane, sondern gesetzlich verankerte Schutzmaßnahmen, die wir vollumfänglich unterstützen.

Jugendschutz

Wir tragen Sorge dafür, dass unsere Angebote Minderjährigen nicht zugänglich sind. Doch auch im häuslichen Umfeld ist Vorsicht geboten. Wenn Sie Ihren Computer mit Minderjährigen teilen, beachten Sie bitte folgende Hinweise:

  • Lassen Sie Ihr Gerät nicht unbeaufsichtigt, wenn Sie eingeloggt sind.
  • Nutzen Sie die Funktion "Passwort speichern" nicht, wenn Kinder Zugriff auf das Gerät haben.
  • Verwenden Sie Filtersoftware wie Net Nanny oder CyberSitter, um den Zugriff auf Glücksspielseiten für Kinder zu blockieren.

Fazit: Spielen Sie mit Verstand

Wir möchten, dass Sie bei uns eine gute Zeit haben. Das ist nur möglich, wenn Sie sicher und verantwortungsvoll spielen. Nutzen Sie die angebotenen Limits, bleiben Sie aufmerksam gegenüber Ihrem eigenen Verhalten und scheuen Sie sich nicht, die Reißleine zu ziehen, wenn der Spaß aufhört.

Wir stehen an Ihrer Seite – für ein faires, sicheres und verantwortungsvolles Spielerlebnis.

Glücksspiel kann süchtig machen. Spielteilnahme ab 18 Jahren.

Infos und Hilfe unter www.bzga.de und www.check-dein-spiel.de

Kostenlose BZgA-Hotline: 0800 1 37 27 00

Externe Hilfe und Beratungsstellen

Sie sind nicht allein. In Deutschland gibt es ein hervorragendes Netzwerk aus professionellen Beratungsstellen, die anonym, kostenlos und vorurteilsfrei helfen. Zögern Sie nicht, diese Angebote zu nutzen – sei es für sich selbst oder als Angehöriger.

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Die BZgA bietet umfassende Informationen und ein Beratungstelefon.

Telefon: 0800 1 37 27 00
(Kostenlos und anonym)

Webseite: www.check-dein-spiel.de

Angebot: Selbsttests, Online-Beratungsprogramm "Check-Out", Datenbank für Beratungsstellen vor Ort.

Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern (LSG)

Auch überregional eine wichtige Anlaufstelle mit vielen Online-Ressourcen.

Webseite: www.spielen-mit-verantwortung.de

Angebot: "PlayChange" Online-Beratung, Informationen für Angehörige.

Fachverband Glücksspielsucht e.V.

Interessenvertretung und Hilfsnetzwerk.

Webseite: www.gluecksspielsucht.de

Angebot: Suche nach Selbsthilfegruppen und Fachkliniken.

Telefonseelsorge

Wenn Sie sofort jemanden zum Reden brauchen, rund um die Uhr.

Telefon:
0800 111 0 111
0800 111 0 222